Mittwoch, 24. Juni 2009

aufräumen.

so langsam habe ich die overlock-maschine ausreichend ausprobiert und kann mich jetzt lange genug von ihr trennen, um auch mal wieder was hier rein zu schreiben. ich werde irgendwann nochmal mehr über das neue gadget berichten. es war jedenfalls ein guter kauf und ich habe alle mühe, ob der neuen möglichkeiten all meine ideen im zaum zu halten.

und das bringt mich auch gleich zum eigentlichen thema: ich muss mich so langsam fragen, wo das alles hier hinführen soll und wie ich es anstelle, dass das auch einigermaßen flüssig läuft. ich freue mich sehr, dass das projekt ringelmiez während der ersten monate ganz gut angelaufen ist und ich möchte es gerne weiter ausbauen. damit das aber einigermaßen funktioniert, werde ich ein paar dinge ändern müssen.

mein arbeitstisch spricht bände in der hinsicht: angefangene häkelsachen zwischen halbfertigem genähtem; strickanleitungen unter den quilting- linealen, puppenzubehör neben material für sich gerade in arbeit befindende, neue stilleinlagen. dazwischen filznadeln, linoleumschnittbesteck, glasperlen, stoffmalfarbe, ein großes buch mit skizzen und notizen für weitere projekte, handarbeitsbücher zu drei verschiedenen themen. so durcheinander, wie es auf dem tisch aussieht, geht es auch in meinem kopf her und das ergebnis von beidem ist, dass ich nicht halbsoviel geschafft kriege, wie eigentlich drin wäre. ärgerlich, doof.

in den vergangenen wochen habe ich recht intensiv hin- und her überlegt. es ist ja recht offensichtlich, dass einer der ersten schritte nach vorne bedeutet, nicht jedem kretiven impulsnachzugeben und nicht jede idee unbedingt verwirklichen zu wollen. es passt mir überhaupt nicht, aber ich werde mich damit anfreunden müssen.
also habe ich entschieden, mich aufs nähen und stricken zu beschränken. beides beherrsche ich ziemlich gut und alle anderen künste werde ich zähneknirschend denen überlassen, die eben darin ihr spezialgebiet gefunden haben.

besonders wichtig ist mir, weiterhin viele wunschanfertigungen machen zu können. das macht einfach viel zu viel spaß, als dass ich es aufgeben könnte. damit ich das machen kann, muss ich mein programm ein bisschen verkleinern und endlich mal klarziehen: stilleinlagen und milky sleeves sollen auf jeden fall dabei bleiben. demnächst werde ich anfangen, nach und nach ein paar puppen zu produzieren. je nachdem, wie gut die ankommen, werde ich dann entscheiden, ob ich sie ins reguläre programm aufnehme und dafür taschen nur noch sporadisch und als wunschanfertigung mache, oder umgekehrt (taschen regulär, puppen sporadisch). unentschlossen bin ich noch bezüglich der ringelmiezen. ein paar halbfertige liegen hier noch; vermutlich werden das die letzten sein.

so sollte sich eine grobe grundordnung schaffen lassen, auf deren basis ich dann hoffentlich mit mehr überblick und klarerem kopf weitermachen kann. damit sich das dann auch in der tatsächlichen arbeit umsetzen lässt, werde ich jetzt weiter das ringelmiez- headqarter aufräumen. ordnung, freie flächen!

Kommentare:

  1. Äh, das klingt nach meinem Arbeitstisch. Kann man auch mit kreativem Chaos entschuldigen, wenn man keine Lust zum Aufräumen hat. Super-Vorbild für die Kinder. Meine haben auch oft kreatives Chaos in ihren Zimmern... O.K., wahrscheinlich ist aufräumen die bessere Lösung. Also, mach weiter so!
    He, ich hab´s: im Garten arbeiten. Da ist noch kein Chaos. :-) Das mache ich heute.
    - Wie sehen denn deine Püppchen aus? Da bin ich natürlich besonders neugierig. Ich mache auch gerade zwei neue. Die sehen wie Nasenbären aus. Aber süß. Eine habe ich "Rose the Nose" genannt.
    Bin gespannt auf deine neuen Produkte und dein Konzept. Ich drücke dir die Daumen.
    Liebe Grüße.
    Astrid

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  2. Habe dich auch Dawanda entdeckt. Schöne Sachen nähst du da! Ich mache nächste Woche einen Nähkurs. Hab jetzt Ferien und Zeit für sowas. Mal sehen, wie ich mich an der Nähmaschine so anstelle.. ;-)
    LG
    Claudine

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